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PALAIS GUTMANN

Die Gutmanns waren eine verarmte Familie, die erst durch den Einstieg in den Kohlehandel reich wurden, als der Bedarf für Eisenbahnbau, Industriebetriebe und Heizmaterial anstieg. Im Laufe der Industrialisierung hat sich Wilhelm Ritter von Gutmann als Großindustrieller in der Kohleförderung einen Namen gemacht und wurde somit schlagartig wohlhabend. Die gesamte Familie war dennoch sozial engagiert und setzte sich politisch für ein Reich ein, in dem die Wohlhabenden erst dann ihren Reichtum genießen dürfen, nachdem sie einen entsprechenden Anteil an die Armen abgegeben hatten.

Im heutigen Palais Gutmann, welches sich auf der linken Hinterseite des Hotels befindet, kann man im alten Stiegenhaus eine Deckenmalerei entdecken, welches die Menschheit symbolisch zwischen Himmel und Hölle zeigt. Des Weiteren haben die Mäander- Muster im Stiegenhaus griechischen Ursprung und stehen für Unendlichkeit sowie Frieden. Sie können auch in vielen Zimmern und Suiten  an den Schränken gefunden werden. Darüber hinaus, können auch viele Mäander-Symbole in der Wiener Innenstadt gefunden werden, da sie von Kaiser Franz- Joseph regelmäßig als Symbol der Unendlichkeit seiner Macht und seines Reiches genutzt wurde. Die Malereien um den Lüster der Belletage, heute Wohnzimmer der Präsidenten Suite, zeigen im ersten Kranz die 12 Monate symbolisch dargestellt durch Engel, welche von weiteren 4 Engeln umgeben sind. Sie repräsentieren die vier Jahreszeiten (Pfeil und Bogen: Frühling, Leopard: Sommer, Wein: Herbst, Adler. Winter). Beide Kunstwerke der Präsidenten Suite und des Stiegenhauses entstammen von August Eisenmenger, einem bekannten Kunstsammler, welcher ebenfalls die Decke im weltbekannten Goldenen Saal des Musikvereins gemalt hat. Auf der Entdeckungsreise durch das Palais Gutmann kann man auf dem vierten Stock auch einen antiken Kamin finden, welcher das Horrorszenario der Arche Noah, wie es auch hätte ablaufen können, zeigt. Wilhelm Ritter von Gutmann, der einer der größten Kunstsammler Österreichs war, ist es zu verdanken, dass diese antiken Schätze bis heute im The Ritz-Carlton, Vienna zu finden sind.